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Was ist Buddhismus - was ist er nicht ?
Der Buddhismus ist keine Religion, weil er ganz ohne Dogmen und Glaubenssätze auskommt. Er zielt auf bewusste Erfahrungen, die im “Diamantweg” nach Anleitung der Lehrer (“Lamas”)
gemacht werden. Der Buddha wurde vor etwa 2500 Jahren in Nord-Indien geboren. Nach langer Suche erkannte er in tiefer Meditation das Wesen des Geistes und wurde erleuchtet. Danach lehrte er 45 Jahre
lang in der damaligen indischen Hochkultur.Er gab 84000 Belehrungen, die alle darauf abzielen, den Menschen frei und unabhängig zu machen. Sie führen zu der Erkenntnis, dass unser Geist wie der Raum ist,
voller Potenzial und völlig grenzenlos.Seit Lama Ole Nydahl diesen Buddhismus im Westen lehrt, sind über 500 buddhistische Zentren (Stand ‘08)in aller Welt entstanden..
Buddhismus ist also kein Glaube sondern eher Wissen, das man im Laufe des Lebens ansammelt und vertieft.
Was lehrte der Buddha ?
Er erklärte sehr lebensnah und stets den Umständen entsprechend wie die Dinge sind, was wirklich ist und was bedingt.. Durch dieses Verständnis ist man in der Lage dauerhaftes Glück zu
erleben. Durch entsprechende buddhistische Meditationen wird das theoretisch Verstandene mehr und mehr zur eigenen Erfahrung.
Das Ziel ist es, die jedem Wesen innewohnende Möglichkeiten von Körper, Rede und Geist voll zu entwickeln.
“Was ist Karma”
Dies bedeutet Ursache und Wirkung nicht etwa Schicksal: Taten, Worte und Gedanken aus der Vergangenheit sind zu unserer heutigen Welt geworden. Der Buddha lehrte, dass alles, was noch nicht geschehen ist,
geändert und umgekehrt werden kann. Jeder ist für sein eigenes Leben verantwortlich. Hier kann man auch einen Hebel ansetzen um etwas zu verändern: wenn jeder für sich selbst verantwortlich ist,
dann besteht die Möglichkeit es zu ändern ! ( Andernfalls wäre eine Veränderung unmöglich, weil die Anderen die Ursache dafür wären. )
Der Buddha erklärt als Freund -nicht als strafende und richtende Institution- welche Dinge zu Glück und angenehmen Zuständen führen und welche zu Leid. Niemals sagte er “Du darfst nicht...”
oder “Du sollst...!” Stets regte er seine Zuhörer an, die Zustände zu analysieren und selbst herauszufinden, was gut ist und was ungut. Dies aber nie in einer dualistischen Sehweise, die uns
westlichen Menschen so eigen ist, sondern stets praktisch und lebensnah.
Was ist Meditation ?
Meditation im Diamantweg-Buddhismus bedeutet “müheloses Verweilen in dem was ist “. Dies wird durch Beruhigen und Einsgerichtetheit des Geistes und durch die Arbeit mit inneren Energien und
Lichtformen verwirklicht. Am wirksamsten, so sagt Lama Ole Nydahl, sei die ständige Identifikation mit der eigenen Buddha-Natur und das nicht nur während sondern auch nach den Meditations-Sitzungen.
Was bedeutet “Befreiung”und “Erleuchtung” ?
Körper, Gedanken und Gefühle sind in ständiger Veränderung und können deshalb kein wirkliches “Ich” bilden. Mit der Befreiung erleben wir uns selbst nicht mehr als Zielscheibe, was die
Ursachen allen Leidens auflöst.
Erleuchtung
ist dann der letztendliche Schritt: hier strahlt das klare Licht des Geistes durch jede Erfahrung und es gibt keine Trennung mehr zwischen dem Erleber und dem Erlebnis.Der Geist wird völlig spontan und mühelos und es entsteht riesige Freude.
Die drei Richtungen im Buddhismus
Es gibt den “Kleinen Weg” in dem alles vermieden wird, was zu Leid führen kann. Er ist auch oft der Weg der Mönche und Nonnen, die sich von den problematischen Bereichen des Lebens
zurückziehen wie Beruf, Geschäftsleben, Sexualität usw.
Der “Mittlere Weg” ist dagegen vielfältiger und für Leute mit Überschuss. Hier wird das “Wir” stark betont und man sieht die Welt eher als riesiges Potenzial denn als
Begierde-Bereich (wie im “Kleinen Weg”, wo man sich sehr in Acht nehmen muss).
Der Diamantweg
dagegen nützt alle Möglichkeiten, sich schnell zu entfalten und hat beim Verwirklicher Milarepa in Tibet zur vollen Erleuchtung in einem Leben geführt. Hier wird einfach alles genutzt (Arbeit, Strasse, Partnerschaft usw.) um schnell voranzukommen.
Wenn man noch eine der traditionellen Zeremonien erlebt, dann wird Alkohol und Fleisch gereicht um zu zeigen, dass alles rein und sinnvoll ist. Es ist der Weg der Leute, die den Buddha sehen und sofort
denken “...das sind ja alles Qualitäten, die ich auch entwickeln kann ! Ich will werden wie er!” Dies ist der schnellste Weg zur Befreiung und Erleuchtung. Hier entsteht schnell viel
Überschuss und riesige Freude. Es ist der Weg, der in den westlichen Kulturen schnell Fuss gefasst hat und völlig ohne Entsagung und Verzicht auskommt, u.a. weil unser Bildungsstand sehr hoch ist und
weil wir geschult sind, konzentriert zu arbeiten. Hier setzen auch die Vorträge von Lama Ole Nydahl an; er zeigt den Leuten das Potenzial Ihres Geistes und begeistert mit seiner frischen
unkonverntionellen Art.
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